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INSIDER – OUTSIDER

9 November 2016 - 11 Juni 2017

| 9CHF

INSIDER – OUTSIDER9. NOVEMBER 2016 – 11. JUNI 2017

Die Ausstellung INSIDER – OUTSIDER zeigt über 100 Werke von wichtigen Vertreterinnen und Vertretern der Aussenseiterkunst. Allen Protagonstinnen und Protagonisten ist gemeinsam, dass ihre Werke entweder der Art Brut, der Art Naïve oder der Outsider Art zugeordnet werden. Doch was heisst das eigentlich? Wer ist hier ein Aussenseiter? Ist der Begriff Art Naïve noch zeitgemäss? Wann ist eine Künstlerin eine Art Brut Künstlerin?
Die Welt der Aussenseiter ist unermesslich gross und facettenreich. Es gibt viele Bezeichnungen für diese interessante Kunstform. Gewisse Begriffe sind überholt, andere historisch und der Versuch, einzelne Künstler im zeitgenössischen Kunstkontext zu positionieren, wird immer wieder ins Auge gefasst.
Josef WITTLICH wurde 1967 entdeckt und lange als naiver Maler bezeichnet. Heute ist sein Werk in zahlreichen bedeutenden Sammlungen der Art Brut vertreten und der 2013 erschienene umfassende Werkkatalog  bezeichnet sein Werk weder als naive Kunst noch als Art Brut, sondern als AVANT-POP.

Outsider Art, Art Brut oder Art Naïve. Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten? Die Ausstellung INSIDER – OUTSIDER bietet Ihnen über 100 Möglichkeiten, sich ein Bild zu machen, und will dazu anregen, immer wieder eine neue Perspektive einzunehmen.
«Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.»
David Hume, Philosoph, Ökonom und Historiker.
Die Begriffe INSIDER und OUTSIDER beziehen sich auf soziale Bindungen und Trennungen, auf Wissen und Nicht-Wissen, auf Inklusion und Exklusion.
Doch wer ein Outsider oder ein Insider ist, hängt von dem jeweiligen Standpunkt ab, von dem aus man die Grenze zwischen „innen“ und „aussen“ zieht. Wer aber ist in der Lage, solche Grenzziehungen vorzunehmen? Innen und aussen zu definieren?
Der Künstler, der Sammler, der Kunsthistoriker, der Kurator, der Markt oder einfach der Betrachter? Es sind die Insider. Sie wissen, um was es geht, es sind die Eingeweihten, die die wissen, was in welche Schublade gehört. Die Outsider werden von den Insidern so bezeichnet. Es sind nicht die Künstler selbst, die sich Outsider nennen. Die Definition müssen sie durch andere hinnehmen. Auch wenn letztlich niemand – ob Insider oder Outsider –  schubladisiert werden möchte.
«Eine strikte Trennung zwischen naiver Kunst und Art brut hat theoretisch ihre Berechtigung, doch sind die Grenzen, praktisch gesehen, meist fliessend.»
Elisabeth Grossmann, Kunsthistorikerin.
Die Kunst der Aussenseiter wird zuweilen auch als ARTISTS ART bezeichnet. Nicht nur Jean DUBUFFET, der den Begriff der ART BRUT erfand und eine grosse Sammlung aufbaute (Collection de l’art brut, Lausanne), sondern viele weitere Künstler suchten und suchen heute noch Inspiration bei den Outsidern.
Wer sind die Outsider? Es sind nicht die Hobbykünstler oder Kinderzeichnungen, es ist nicht die Therapiekunst, es sind auch nicht zwingend die psychisch kranken oder körperlich beeinträchtigten Künstler. Ebensowenig sind alle Outsider Autodidakten oder gesellschaftlich ausgegrenzt.
Camille BOMBOIS (1883 – 1970), selbst ein Boxsportler, hält in den zartesten Farbtönen fest, was er persönlich in der Zirkusmanege miterlebte.
Keiner gleicht dem anderen, keiner hat die gleichen Merkmale wie der andere. Die Versuche, Vergleiche herzustellen oder Gemeinsamkeiten zu sehen, dienen dazu, die Outsider besser zu verstehen. Allgemeingültig können sie aber nicht definiert werden.
Die Girls von Guido GUINDANI haben eine Ästhetik, die irritiert und keinerlei Referenzen kennt. Sie starren, kreischen vielleicht und packen den Betrachter.

+info

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Details

Start:
9 November 2016
End:
12 Juni
Cost:
9CHF
Veranstaltungskategorien:
, , , , , ,

Veranstalter

Musée Visionnaire
Webseite:
www.museevisionnaire.ch

Veranstaltungsort

Musée Visionnaire
Predigerpl. 10, 8001 Zürich Schweiz
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Website:
www.museevisionnaire.ch