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KinoAbend – The Russian Revolution Revisited

7 Dezember

Veranstaltung auf Englisch.

Itinerant Projects präsentiert den wunderschön animierten, kürzlich erschienenen Dokumentarfilm „1917 – The Real October“ über die Russische Revolution, erzählt von First-Person-Accounts, die von jenen geschrieben wurden, die dieses Geschichtsereignis erleben und erschaffen. So haben wir Texte von Alexandra Kollontai, Maxim Gorgy, Kasimir Malewitsch, Victor Serge, Zinaida Gippius und anderen zu außergewöhnlich animierten Collage-Sequenzen verarbeitet.

Im Anschluss findet eine Diskussion mit Dr. Gleb Albert, Postdoktorand für sowjetische Geschichte an der Universität Zürich, Dr. Tomas Glanc, Performanceprofessor Osteuropas auch an der Universität Zürich, und Dr. Christian Koller, Direktor des Sozialarchiv, über die Auswirkungen der Russischen Revolution auf den Lauf der Kunst und Geschichte in der westlichen Welt. Hundert Jahre später, was ist noch übrig, um den Idealen und Hoffnungen der Revolutionäre zu entkommen? Auch die Verbindungen der Russischen Revolution zur Schweiz werden thematisiert.

1917 – Der echte Oktober
Regie: Katrin Rothe
90min
St. Petersburg 1917. Die Frontlinie des Weltkrieges rückt täglich näher; Menschen sind hungrig, besorgt, wütend. Im Februar wird der Zar gestürzt. Viele Künstler sind euphorisch: Revolution! Freiheit! Freiheit, endlich? Nein. Ab Oktober regieren die Bolschewiki für sich. Was machten Dichter, Denker und Avantgardisten wie Maxim Gorki und Kasimir Malewitsch während dieses drastischen Machtwechsels? In dem Film kommen fünf von den Bücherstapeln des Regisseurs als animierte ausgeschnittene Figuren zum Vorschein. Mit ihren eigenen aufgezeichneten Worten im Mund nehmen sie an Salons, Ausschüssen und Straßenunruhen teil: Momente, in denen das Ergebnis der Geschichte noch unbekannt ist.

15CHF vorgeschlagene Spende beinhaltet ein Glas Wein und alkoholfreies Getränk. Erträge werden mit dem Filmemacher und dem Panelist geteilt.

Itinerant Projects ist eine nomadische kuratorische Plattform, die fest der Idee verpflichtet ist, dass alle Kunst für alle da ist. Unsere Ausstellungen werden von Bildungsprogrammen begleitet, darunter Führungen, Künstlergespräche und Bildungstexte. Itinerant Projects unterstützt Künstler auch, indem sie Künstlergebühren bezahlt, wann immer dies möglich ist. Wenn unsere Projekte öffentliche Unterstützung erhalten, sind alle unsere Veranstaltungen kostenlos. In anderen Fällen sind unsere Aktivitäten auf Ticketverkäufe und individuelle Beiträge angewiesen.
http://www.olgaistefan.wordpress.com

Trailer zum Film:
https://vimeo.com/198817735

Gleb J. Albert ist Postdoktorand an der Universität Zürich. Er arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Mannheim in Projekten zur Geschichte des internationalen Kommunismus, woraus sich zwei Editionen von Archivdokumenten ergaben. Seine Dissertation, geschrieben an der Universität Bielefeld und als Monographie in deutscher Sprache (Köln: Böhlau 2017) veröffentlicht, trägt den Titel „Das Charisma der Weltrevolution: Revolutionärer Internationalismus in der frühen sowjetischen Gesellschaft, 1917-1927“. In den 1980er Jahren arbeitet er an der Geschichte der Heimcomputer-Subkulturen im Rahmen der DFG-SNF-Forschungsgruppe „Medien und Mimesis“.

Dr. Tomáš Glanc ist Senior Fellow an der Universität Zürich, Schweiz. Er ist spezialisiert auf Performance in Osteuropa; Samizdat und die inoffizielle Kultur; Wissenschaft und Kultur der russischen und tschechischen Moderne (Roman Jakobson, Avantgarde, Übertragung von Theorien); Slawische Ideologie; zeitgenössische russische Kunst und Literatur. Von 2010 bis 2013 war er Gastprofessor an der Humboldt Universität Berlin (Institut für Slawistik); Seit 2011 ist er Gastprofessor an der Universität Basel. In den Jahren 2007 – 2010 war er Senior Fellow an der Universität Osnabrück (Forschungsstelle Osteuropa); 2005 – 2007 – Direktor des Tschechischen Kulturzentrums in Moskau; 2000 – 2003 – Direktor des Instituts für Slavische und Osteuropäische Studien, Charles Universität. Glanc ist Autor zahlreicher Bücher und Kataloge, zuletzt Autoren im Ausnahmezustand. Die tschechische und russische Parallelkultur (Berlin, 2017) und Pavel Pepperštejn: Das Gedächtnis ist vorbei (Ostrava, 2016).

Christian Koller ist Direktor des Schweizerischen Sozialarchivs und außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte an der Universität Zürich. Er hat viel zu Themen der Geschichte von Nationalismus und Rassismus, Streiks und sozialen Bewegungen, kolonialen Armeen, Sportgeschichte, historischer Semantik und Erinnerungskulturen veröffentlicht. Gegenwärtig bereitet er die Bände über den Generalstreik der Schweiz im November 1918 und die Ungarische Sowjetrepublik von 1919 vor.

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Veranstaltungsort

Counter Space
Röschibachstr. 24, Zürich, 8037 Switzerland
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